Rückblick
Die diesjährige TiFo Summer School fand großen Anklang – insbesondere bei Doktorandinnen aus dem Promotionskolleg NRW. In den drei Tagen erhielten die Teilnehmenden nicht nur inhaltliche Impulse, sondern wurden auch durch persönlichen Zuspruch und kollegialen Austausch in ihrer Promotionsphase gestärkt.
Unter dem Titel „Promovieren im Spagat“ thematisierte die Veranstaltung zentrale Spannungsfelder des wissenschaftlichen Arbeitens und Lebens: Zwischen fachlicher Exzellenz, Selbstsorge und strukturellen Herausforderungen bot die Summer School Raum für Reflexion, Vernetzung und Motivation.
Die Keynote Lectures griffen insbesondere Fragen der wissenschaftlichen Kooperation, der Netzwerkbildung sowie des Umgangs mit dem steigenden Publikationsdruck auf. In den Workshops konnten die Teilnehmenden sich vertiefend mit ausgewählten Themenfeldern auseinandersetzen.
Im Unterschied zur Winter School 2023 rückte die Summer School 2025 stärker die Frage in den Mittelpunkt, wie Promotionen erfolgreich abgeschlossen werden können, welche Möglichkeiten sich für eine Anschlussfinanzierung oder ein Folgeprojekt eröffnen – und welche Faktoren mit einem möglichen Promotionsabbruch in Zusammenhang stehen.
Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Sigrid Leiter (Direktorin der Abteilung für Soziales und Gesundheit des PK NRW), Prof. Dr. Dirk Nüsken (Prorektor für Forschung und Internationales an der EvH Bochum), Dr. Jutta Wergen (Promotionscoach) und Vera Lehmkuhl (Promovendin am PK NRW). Gemeinsam diskutierten sie, wie sich der „Spagat“ zwischen wissenschaftlichen Anforderungen und persönlichen Lebensrealitäten vollziehen lässt – und welche Herausforderungen und Gelingensbedingungen sich für Promovierende, Betreuende, Familienangehörige und Arbeitgeber*innen ergeben.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Diskussion mit allen Teilnehmenden in der Rotunde in Bochum. In entspannter Atmosphäre wurde reflektiert, was besonders gelungen war – und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Dabei wurde deutlich: Das Format wurde als sehr bereichernd wahrgenommen und sollte ausgeweitet werden, um künftig auch Forschende nach der Promotion gezielt anzusprechen.
Für künftige Veranstaltungen wurden insbesondere Themen wie Barrierefreiheit in der Wissenschaft und quantitative Sozialforschung als gewünschte Schwerpunkte benannt.